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Unternehmenskrise: Nicht den Kopf in den Sand stecken

Auch volle Auftragsbücher sind keine Bestandsgarantie für Unternehmen: Die WIGOS zeigt Betrieben in "unsicheren Fahrwassern" gemeinsam mit Experten bei ihrer neuen "Potenzialberatung" Perspektiven in schwierigen Zeiten auf.

WIGOS bietet Potenzialberatung für Unternehmen "in Schwierigkeiten".
Foto: © Uwe Lewandowski

 

Nicht immer gibt der erste Blick auf einen Menschen seinen tatsächlichen Gesundheitszustand preis: Das ist bei Betrieben ähnlich, weiß Andre Schulenberg von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Osnabrück, WIGOS. „Oft unterschätzen Unternehmer vorhandene Probleme und kümmern sich stattdessen mit ganzer Kraft ums Tagesgeschäft. „Eine verständliche, aber gefährliche Haltung“, so der Berater des UnternehmensService, der lange Jahre als Banker tätig war. Die neue „Potenzialberatung“ der WIGOS will deshalb Firmenchefs in der Krisenzeit ermuntern, früh zu handeln, um Schaden von sich, ihren Mitarbeitenden und möglichen Gläubigern abzuwenden.

 

Auch volle Auftragsbücher sind keine Bestandsgarantie für Unternehmen: Fehlende Liquidität durch schlechte Zahlungsmoral von Kunden, Kostensteigerungen bei Produktionsmaterialien oder Schwierigkeiten beim Kapitaldienst für Darlehn können ein Unternehmen schnell in Schieflage bringen. „In meiner Beratungspraxis erlebe ich immer wieder, dass Unternehmer zwar alle aktuellen Zahlen kennen, doch eine tatsächliche Analyse und Bewertung der Daten nicht erfolgt“, beschreibt Ursula Stecker. Die selbstständige Unternehmensberaterin, die sich in der Region unter anderem bei der Sanierung der Dörenberg-Klinik und als Geschäftsführerin der Landesgartenschau in Bad Iburg einen Namen gemacht hat, ist gemeinsam mit ihrem Kollegen Alexander Worstbrock von der Wirtschaftskanzlei Worstbrock mit im Boot bei der WIGOS-Potenzialberatung. „Wir bieten eine erste Orientierung, schauen auf die aktuelle Situation des Unternehmens, weisen auf Fallstricke hin und versuchen, Perspektiven aufzuzeigen“, beschreibt Worstbrock das Vorgehen.

 

Der Diplom-Kaufmann und zertifizierte ESUG-Berater für Sanierung und Restrukturierung hat in seiner langjährigen Beratungspraxis eines immer wieder festgestellt: „Viele Unternehmer stecken bei Schwierigkeiten den Kopf in den Sand, statt sich Hilfe zu holen.“ Gerade jetzt dränge aber bei vielen Betrieben die Zeit. Die Corona-Sonderregelung zur Entbindung von der Pflicht zur Insolvenzanmeldung ist Ende April ausgelaufen. „Das birgt Haftungsrisiken für die Geschäftsführer“, so Worstbrock. „Schon in den vergangenen Monaten galten die Ausnahmeregelungen nur noch für einen eng eingegrenzten Kreis von Unternehmen“, schilderte der Berater weiter. Dennoch hätten viele Betriebe in der aktuellen Krise die Wahrnehmung, sie könnten notwendige Restrukturierungen auf die lange Bank schieben.

 

Auch der psychische Druck spiele eine Rolle, berichten die beiden Unternehmensberater: Probleme offen zu legen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen, werde als Scheitern empfunden. „Doch gerade frühes Handeln hilft, für alle Beteiligten eine gute Lösung zu finden, etwa durch eine Insolvenz in Eigenverwaltung“, skizzierte Stecker. Doch auch bei einer Regelinsolvenz sei in jedem Fall wichtig, einen guten Insolvenzverwalter einzusetzen und die Gläubiger etwa in einem Gläubigerausschuss mit an der Lösung der Probleme zu beteiligen.

 

Die WIGOS-Potenzialberatung diene dazu, alle möglichen Handlungsvarianten auf Basis der Ist-Situation des jeweiligen Unternehmens zu erörtern, betonte WIGOS-Berater Schulenberg. Daran könnten sich verschiedene andere WIGOS-Beratungsangebote etwa zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen anschließen, aber manchmal werde auch eine langfristigere Begleitung erforderlich, die dann über freie Berater erfolge und kostenpflichtig sei. „Aber wichtig ist immer der erste Schritt zur Bewältigung einer Krise,“ zeigte sich Schulenberg überzeugt.

 

Weitere Informationen gibt es beim WIGOS-UnternehmensService, Andre Schulenberg, Telefon 0541 501-4703, E-Mail schulenberg@wigos.de. Weitere Infos finden Sie auch hier ...

 

Bildunterschrift:

Sie beraten Unternehmen in der Krise (von links): Unternehmensberaterin Ursula Stecker, Andre Schulenberg vom WIGOS-UnternehmensService und Unternehmensberater Alexander Worstbrock.

Foto: WIGOS / Uwe Lewandowski

 

 

 

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