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Wirtschaftsminister Althusmann übergibt Förderbescheid an TERRA.vita

2015 wurde TERRA.vita als UNESCO Geopark zertifiziert. Nun erhält der Naturpark die Möglichkeit, den Südwesten Niedersachsens noch stärker imagebildend für das Bundesland in den Mittelpunkt zu rücken. Möglich macht es die Unterstützung des Landes Niedersachsen. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann überreichte jetzt einen Förderbescheid über 600.000 Euro für nachhaltige Regionalentwicklung und Profilierung.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann überreichte jetzt Kreisrat Winfried Wilkens einen Förderbescheid über 600.000 Euro für den UNESCO Geopark TERRA.vita.
Foto: TERRA.vita

 

Geoparks sind die jüngste Stättenkategorie der UNESCO. Neben den bekannten Welterbestätten und den Biosphärenreservaten – geschaffen in den 1970er Jahren – hat die UNESCO 2015 nach mehr als 40 Jahren eine dritte internationale Kategorie etabliert: die kommunal getragenen UNESCO Geoparks, von denen es in Deutschland bislang sechs gibt. In Niederachsen ist dies neben TERRA.vita noch der GeoPark Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen.

 

Das Wirtschaftsministerium mit seinen Zuständigkeiten für die natürlichen mineralischen und organischen Ressourcen sowie den Tourismus, sieht in den Geoparks natürliche Verbündete: „Im Geopark TERRA.vita wird ein Einblick in Zeiträume ermöglicht, die so lange zurückreichen, dass die heutige Menschheit dazu im Verhältnis nicht mehr als ein Wimpernschlag ist - Geologie wird hier im wahrsten Sinne des Wortes für alle begreifbar gemacht“, sagte Althusmann. Mit der Förderung werde diese Arbeit honoriert und die Zukunftsfähigkeit des Geoparks für die kommenden Jahre gesichert. So verteilt sich der Förderbetrag auf die Jahre 2020 bis 2023.

 

Der Landkreis Osnabrück ist neben den Mitgliedskommunen und der Stadt Osnabrück der wichtigste Träger des Geoparks TERRA.vita. Kreisrat Winfried Wilkens betonte die besondere Rolle des Naturparks gerade in Coronazeiten. „Uns werden die Informationen und Wanderführer förmlich aus den Händen gerissen. Die Online-Angebote haben in diesem Jahr eine Steigerung von 400 Prozent erfahren. Viele Bürger bestätigen uns begeistert, dass sie ihre Heimat mit völlig anderen Augen sehen, schätzen lernen und erleben.“ So werde die Identität der Menschen mit dem Osnabrücker Land gestärkt und der Geopark profiliere die Region über das UNESCO Label mit weichen Standortfaktoren.

 

UNESCO Global Geoparks – aktuell 161 in 44 Ländern weltweit – weisen international bedeutsame erdgeschichtliche Phänomene auf, wie etwa die Saurierfährten in Barkhausen oder die Fossilfunde im Piesberg in Osnabrück. Damit erklären sie den Planeten als lebenden und sich laufend wandelnden Organismus und als Lebensgrundlage für menschliches Leben. Unter Verweis auf erloschene Lebensformen nehmen Geoparks Besucher mit auf eine Zeitreise durch prähistorische Epochen und stellen Bezüge zum sich heute feststellbaren Klimawandel her. In Deutschland öffnen Geoparks vor allem über (ehemalige) Abbaustätten – wie etwa Steinbrüche und Sandgruben – Fenster in die Erdgeschichte, verweisen aber gleichzeitig auf nur begrenzt verfügbare Ressourcen. Durch attraktive Informationen, Erzählungen und Infrastrukturen erschließen Sie Erholungslandschaften für Touristen und Einheimische gleichermaßen.

 

Mit dem Förderbescheid kann TERRA.vita sich strategisch breiter aufstellen und neue Angebote zu schaffen, unterstreicht Geschäftsführer Hans-Hartmut Escher: „Mit diesen Mitteln erreichen wir ein neues und noch breitenwirksameres Niveau.“

 

Folgende Vorhaben sind geplant:

 

  • Die international bedeutsamen Saurierfährten von Barkhausen in der Gemeinde Bad Essen werden im kommenden Jahr – dem 100-jährigen Geburtstag der Entdeckung – neu in Szene gesetzt.
  • Weitere Geotope sollen als Erlebnis- und Bildungsstationen auf Basis einer ganz neuen Publikation zu den wertgebenden Landschaften im Parkgebiet nach einem Ranking in Stand gesetzt oder erstmalig erschlossen werden.
  • Der Heimatkundeunterricht in den Schulen soll durch eine neue Information mit dem Titel „Erdgeschichte zum Anfassen“ bereichert werden.
  • Eine Übersichtskarte soll leicht verständlich die erdgeschichtlichen Besonderheiten, die Landschaftsentstehung und Highlights des Geoparks darstellen.
  • Es werden die personellen Voraussetzungen geschaffen, auch auf wissenschaftlicher Basis Maßstäbe durch Publikationen und Forschungsunterstützung zu setzen.
  • Eine Partnerschaftsoffensive soll Akteure aus Wirtschaft und Gewerbe unter Nachhaltigkeitsaspekten verbinden.
  • Regionale Produkte sollen stärker mit dem positiven Image von TERRA.vita verbunden werden und heimische Wirtschaftskreisläufe stärken.
  • An Autobahnen sollen touristische Schilder auf den UNESCO Status hinweisen.
  • Der Geopark soll als „Fahrtziel Natur“-Region der Deutschen Bahn etabliert werden und damit neue und umweltverträglich anreisende Besucherströme erschließen.
  • Die rund 80 freiwilligen TERRA.guides werden mit hohem Wiedererkennungswert und outdoor-tauglich ausgestattet.
  • Maßnahmen zur erfolgreichen Re-Zertifizierung als UNESCO Geopark im Jahr 2023 werden unterstützt.

 

 

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