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DIL-Studie: Wie ernähren sich die Deutschen in der Krise?

Wie hat sich das Einkaufs- und Ernährungsverhalten der deutschen Verbraucher während der aktuellen Covid-19-Pandemie verändert? Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück hat hierzu geforscht.

Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik in Quakenbrück (DIL)
Foto: DIL

 

In der gemeinsam erhobenen Studie der LI FOOD - Landesinitiative Ernährungswirtschaft Niedersachsen und dem DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V. wurden deutschlandweit mehr als tausend Verbraucher zu ihrem Ernährungs-, Kauf- und Kochverhalten befragt. Erste Ergebnisse präsentierte das DIL.

 

Die Studie wurde von Dr. Adriano Profeta, Leiter der Arbeitsgruppe Konsumentenforschung, und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Kai Kläver durchgeführt. Dr. Adriano Profeta hierzu: „Die Studie gibt erste Hinweise darauf, dass sich die Covid-19-Pandemie signifikant im Kauf- und Ernährungsverhalten niederschlägt. Hierbei lassen sich aus gesellschaftspolitischer Sicht positive wie auch negative Effekte beobachten.“

 

Hervorzuheben sei, dass rund ein Drittel der Befragten mehr Zeit dafür aufwendet, Mahlzeiten und Einkaufslisten und somit auch den Einkauf im Voraus genauer zu planen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Darüber hinaus gaben 33 Prozent der Befragten an, dass sie mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Insgesamt erkennt man einen Anstieg der allgemeinen Bedeutung von Lebensmitteln bei etwa einem Viertel der deutschen Verbraucher.

 

In Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit ist allerdings festzustellen, dass sich anhand der Daten keine Nachfrageverschiebung hin zu ökologisch oder regional erzeugten Lebensmitteln belegen lässt. Eine signifikante Veränderung ist, dass etwa ein Viertel aller Befragten weniger Lebensmittel wegwirft. Hiervon gaben zudem 38 Prozent an, dass sie auch in Zukunft diese Verhaltensveränderung beibehalten wollen. Somit kann das Fazit gezogen werden, dass rund 10 Prozent der Gesamtbevölkerung beabsichtigt, auch nach Ende der Pandemie Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Das Ergebnis weist zudem darauf hin, dass mittel- bis langfristig auch eventuelle gesundheitliche Folgen aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden erhöhten kalorischen Aufnahme zu erwarten sind.

 

Die vorliegende Studie wurde zusammen mit namhaften Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit durchgeführt. Weitere Infos unter www.food-covid-19.org

 

Das DIL:

Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik e. V. (DIL) ist ein 1983 gegründetes Industrieforschungsinstitut mit Sitz in Quakenbrück , dem mehr als 150 Unternehmen aus den Bereichen Lebensmittelproduktion, Maschinenbau, Messtechnik und Verfahrenstechnik als Mitglieder angehören. Das DIL unterstützt als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis unter anderem Unternehmen bei der Produktentwicklung und Optimierung der Herstellungsprozesse von Lebensmitteln. Die Kernkompetenzen liegen im Bereich der Produktentwicklung sowie der Verfahrenstechnik.

 

Foto: Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik, DIL, in Quakenbrück, hier bei einem Besuch der Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek.

 

 

 

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