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Nach WIGOS-Beratung: OSNATECH erhält Förderung für Entwicklung

Für die OSNATECH GmbH aus Bissendorf hat sich die Impulsberatung Innovation der Wirtschaftsförderung des Landkreises Osnabrück, WIGOS, in Zusammenarbeit mit der Beratungsgesellschaft MCON aus Oldenburg richtig gelohnt. Der Entwickler und Lieferant von Energietechnik konnte mit Unterstützung von Innovationsberater Dr. Daniel Kipp, MCON, eine so genannte ZIM-Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums in sechsstelliger Höhe einwerben.

Nach WIGOS-Beratung: OSNATECH erhält Förderung für Entwicklung einer innovativen Nano-Heiztechnologie
Foto: © OSNATECH GmbH

 

Damit wird das Unternehmen gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück ein energieeffizientes Flächenheizsystem für Elektrofahrzeuge entwickeln. „Zum Einsatz kommt dabei die Kerntechnologie unseres Unternehmens: Die Erwärmung von Materie mittels Carbon Nano Tube-Technologie (CNT)“, schildert Bene Nintemann, Gründer und Gesellschafter der OSNATECH GmbH.

 

Bereits seit Jahren entwickelt und fertigt OSNATECH als erstes Unternehmen weltweit elektrische Heizsysteme auf Basis der CNT-Technologie. Die CNT-Technologie erzeugt einen nennenswerten infraroten Strahlungsanteil bereits bei niedrigeren Temperaturen mit geringerem Energiebedarf, als das mit klassischen Werkstoffen möglich ist. In der Gebäudetechnik wird dieses Verfahren bereits angewendet. Für die Serienfertigung in Elektrofahrzeugen bedarf es jedoch einer komplexen Weiterentwicklung.

 

Die heute üblichen Fahrzeugheizungen nutzen die Abwärme des Verbrennungsmotors, die per Lüfter im Wagen verteilt wird. Das funktioniert bei E-Fahrzeugen nicht. Hier wird deshalb in der Regel ein klassisches Heizgewebe oder eine Wärmepumpe zur Wärmegewinnung eingesetzt: Und das kostet Strom. „Das führt im Extremfall dazu, dass man bei langen Strecke lieber die Heizung ausstellt und friert, um die Reichweite des E-Fahrzeuges nicht einzuschränken“, weiß Andrea Frosch vom UnternehmensService der WIGOS, die OSNATECH die Innovationsberatung vermittelt hatte. Das neue Heiz-Verfahren mit CNT-Technologie wäre hier deutlich energieeffizienter und damit natürlich auch komfortabler.

 

Die spannendste Entwicklungsfrage für OSNATECH lautet: Wie lässt sich die CNT-Technologie auf komplexe Fahrzeugteile aufbringen? Hier kommt das Labor für Karosserieentwicklung & Leichtbau der Hochschule Osnabrück ins Spiel. „Die Elektromobilität stellt uns vor spannende Herausforderungen, die es für die zukünftigen Fahrzeuggenerationen zu lösen gilt”, betont der Leiter des Bereiches, Prof. Dr. Christian Schäfers. Er freut sich, gemeinsam mit OSNATECH und seinem kreativen Team eine ganz wichtige dieser Herausforderungen zu knacken.

 

Denn die Beheizung des Innenraums ist aus seiner Sicht ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die E-Mobilität: „Alles was die Reichweite einschränkt, wirkt sich negativ auf die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen aus“, so Schäfers Überzeugung. Testfahrten der Automobilclubs ADAC und ÖAMTC hätten etwa ergeben, dass bereits bei einer Außentemperatur von 0°C im Vergleich zu einer Außentemperatur von 20 °C Reichweitenverluste von bis zu 50 Prozent möglich sind. „Das energieeffiziente Beheizen elektrischer Fahrzeuge ist deshalb eine der wichtigsten Fragestellungen für die Fahrzeugindustrie.“

 

Bis zur Serienreife der Nanoheizung soll nun ein Verfahren entwickelt werden, das Nano-Partikel in einem Schichtaufbau auf das Trägermaterial, wie zum Beispiel die Karosserieteile, aufbringt. Ein entsprechendes Verfahrenspatent dazu hat die OSNATECH GmbH vor kurzem angemeldet. Aber auch viele andere Entwicklungsschritte liegen jetzt vor den Partnern. Bene Nintemann freut sich auf die spannende Zusammenarbeit: „Wir sind sehr stolz, dass wir nach etwa 12 Monaten intensiver Vorbereitung dieses Projekt in Angriff nehmen können. Ohne die tatkräftige Unterstützung durch Prof. Schäfers mit seinem engagierten Team und die aus der Innovationsberatung der WIGOS resultierenden finanziellen Unterstützung durch den Bund wäre das nicht möglich gewesen!“

 

Hintergrund ZIM-Förderung:

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschft und Energie. Mit dem ZIM sollen die Innovationskraft und damit die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen nachhaltig gestärkt werden. Mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die mit ihnen zusammenarbeiten, erhalten Zuschüsse für anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die zu neuen Produkten, technischen Dienstleistungen oder besseren Produktionsverfahren führen. Wesentlich für eine Bewilligung sind der technologische Innovationsgehalt sowie gute Marktchancen der geförderten FuE-Projekte.

 

Bildunterschrift:

Bene Nintemann, Gründer und Gesellschafter der OSNATECH GmbH.

(Foto: OSNATECH GmbH)

 

 

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