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Energien für morgen - nachhaltig wirtschaften

Nachhaltigkeit im Osnabrücker Land
Foto: Uwe Lewandowski

 

Klimaschutz steht beim Landkreis weit oben auf der Agenda. Bis 2050 sollen die Treibhaus-Emissionen um 95 Prozent und der Endenergiebedarf um 50 Prozent gesenkt werden. Ob die Förderung von Elektromobilität oder Energieberatung: Sinnvolle ökologische und ökonomische Maßnahmen des Landkreises tragen zum Klimaschutz bei und entlasten die Unternehmen, für die steigenden Energiepreise ein zunehmend wichtiger Wirtschaftsfaktor sind. 

 

Schließlich sind die Unternehmen im Osnabrücker Land für rund 37 Prozent des regionalen Energieverbrauchs verantwortlich. Dadurch entstehen ihnen jährliche Kosten in Höhe von 290 Mio. Euro. Dieser nicht unerhebliche wirtschaftliche Faktor und nicht zuletzt das steigende Bewusstsein für den Klimaschutz gaben den Anstoß für ein einzigartiges Projekt. Die Klimainitiative des Landkreises und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WIGOS sowie das Kompetenzzentrum Energie und die Hochschule Osnabrück haben mit dem Projekt „Informations- und Planungsportal Industrielle Abwärme“, kurz PInA, eine zukunftsweisende und praktische Form der Energienutzung auf den Weg gebracht: die Nutzung von industrieller Prozessenergie.  

 

Nachhaltigkeit im Osnabrücker Land
Fotos: Uwe Lewandowski

 

PInA: Energie zukunftsweisend nutzen

 

Trocknen, Schmelzen, Schmieden: Bei industriellen Produktionsprozessen wie diesen wird viel Wärme erzeugt, die häufig verloren geht. Immerhin macht die Prozesswärme rund 57 Prozent des Energieverbrauchs im gewerblichen und industriellen Bereich aus. Das Informations- und Planungsportal Industrielle Abwärme „PInA“ will diese Abwärme systematisch nutzbar machen und damit einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das Projekt wird durch die Metropolregion Nordwest gefördert. 

 

Herzstück von „PInA“ ist das Online-Planungsportal, das eine vollständige Kartierung der Wärmeangebote und Wärmenachfrage enthält und damit Auskunft über das gesamte nutzbare Abwärme-Potenzial der Wirtschaftsregion gibt. Für Kommunen ist es ein Planungsinstrument, mit dem „Wärmegeber“ und „Wärmenehmer“ zusammengebracht werden können. Unternehmen erhalten Informationen darüber, wo in der Nachbarschaft Wärme benötigt und Prozesswärme eingespeist werden kann. 

 

Nachhaltigkeit im Osnabrücker Land
Foto: Uwe Lewandowski

 

Erfolgreich in der Wirtschaft 

 

Das innovative Klimaschutz-Projekt wird bereits in der Wirtschaft erfolgreich umgesetzt: In Ostercappeln wurde zum Beispiel das „Nahwärmenetz Venne“ realisiert, bei der die gegründete Energiegenossenschaft direkt die Abwärme der Waffelfabrik Meyer zu Venne bezieht. Mit dem Wirtschaftsgut Abwärme wird ein nahe gelegenes Wohngebiet versorgt. Ein Beleg dafür, dass sich Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit hervorragend ergänzen. 

 

Nachhaltigkeit im Osnabrücker Land
Foto: Uwe Lewandowski

 

Energieberatung durch die WIGOS

 

Gut beraten in puncto Energieeffizienz sind Unternehmen aus der Region bei der WIGOS: Bei ihren Impulsberatungen vermittelt die WIGOS als Partner der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen eine qualifizierte Energieberatung und zeigt Fördermöglichkeiten auf. Das besondere Serviceangebot kann bereits eine positive Bilanz für Wirtschaft und Umwelt vorweisen. So spart etwa das Klinkerdachziegelwerk KDW Natrup-Hagen durch die Beratung und die darauf folgende Umgestaltung des Brennprozesses jährlich 1 802 072 Kilowattstunden Energie ein. Für die Investition in die Ressourceneffizienz erhielt das Unternehmen 200 000 Euro Fördermittel vom Land Niedersachsen. Die besondere Serviceleistung der WIGOS zahlt sich in diesem Fall auch für das Klima nachhaltig aus: Das Unternehmen stößt nun 462 Tonnen CO₂ weniger im Jahr aus. 

 

Nachhaltigkeit im Osnabrücker Land
Foto: Uwe Lewandowski

 

Elektromobilität

 

Ein Baustein zur nachhaltigen Emissionsreduzierung ist zudem die Elektromobilität. Um den Ausbau der Technik der Zukunft zu fördern, hat der Landkreis die Hochschule Osnabrück beauftragt, die Potenziale für Elektromobilität in der Region unter die Lupe zu nehmen. Bei dem Forschungsprojekt „2AutoE“ wird untersucht, inwieweit das Elektroauto für die Menschen in der Region als Zweitwagen praktikabel ist. Übrigens fährt der Landkreis selbst mit gutem Beispiel voran: Mitarbeiter sitzen bereits in den umweltfreundlichen Fahrzeugen der E-Flotte am Steuer. 

 

Mehr zur Vielfalt des Osnabrücker Landes finden Sie in nebenstehender Publikation.

 

 

Landkreis Osnabrück - Das Herz des Nordwestens.

 

Landkreis Osnabrück - Das Herz des Nordwestens.

 


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