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Nachhaltigkeitsforum lockte über 100 interessierte Gäste

Foto: IHK OS - EL - GB / Hermann Pentermann

Über 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Verbänden und Institutionen folgten jüngst der Einladung der Creditreform Osnabrück/Nordhorn Unger KG, der PKF WMS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim zum Nachhaltigkeitsforums 2026 in die Räume der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück. Unter dem Titel „Nachhaltigkeit als Business Case. Nachhaltig handeln. Wirtschaftlich denken. Zukunft gestalten“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie nachhaltiges Handeln wirtschaftlichen Erfolg fördern und die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen stärken kann.

„Unternehmen brauchen praktikable Lösungen, Rechtssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Ihre Ressourcen sollten sie in Innovationen und Transformation investieren können und nicht in immer neue Dokumentationspflichten“, sagte IHK-Präsident Uwe Goebel zum Auftakt. In seinem Impulsvortrag machte Holger Finkemeyer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt anschließend deutlich, dass Nachhaltigkeit auch trotz veränderter regulatorischer Rahmenbedingungen ein zentrales Zukunftsthema für die Wirtschaft bleibt. Unternehmen stünden vor Herausforderungen wie steigenden Kosten, Fachkräftemangel, schwacher Konjunktur und den Folgen klimatischer Veränderungen. Gleichzeitig eröffneten nachhaltige Strategien neue Chancen durch effizientere Prozesse, ressourcenschonende Planung und resiliente Lieferketten.


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Im Rahmen einer Podiumsdiskussion berichteten Vertreterinnen und Vertreter der Froneri Ice Cream Deutschland GmbH, der Energethik Ingenieurgesellschaft mbH, der Köster GmbH sowie der ELA Container GmbH über Motivatoren, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren nachhaltiger Unternehmensstrategien. Froneri Ice Cream Deutschland erläuterte, wie durch die Neugestaltung von Lieferketten und Warenströmen sowohl Emissionen als auch Kosten gesenkt werden konnten. Die Köster GmbH machte deutlich, dass nachhaltiges Bauen bereits in der Planungsphase beginnt. Da Gebäude über viele Jahrzehnte genutzt werden, werden wesentliche Weichen für Ressourceneffizienz und Emissionsminderungen frühzeitig gestellt.

Praxisnahe Einblicke bot zudem Alexander Schröder von der Feldhaus Klinker Vertriebs-GmbH. Der als „Hidden Green Champion“ vorgestellte Mittelständler zeigte, wie Nachhaltigkeit über viele Jahre konsequent in die betriebliche Praxis integriert wurde. Anhand konkreter Beispiele wurde deutlich, wie langfristige Investitionen in Ressourceneffizienz und nachhaltige Produktionsprozesse die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens stärken.


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Foto: www.stock.adobe.com - Pcess609


Weitere Praxisbeispiele lieferten die Burwinkel Kunststoffwerk GmbH und die GMH Gruppe. Burwinkel zeigte auf, dass Nachhaltigkeit häufig bereits bei der Produktentwicklung beginnt und schon kleine Veränderungen im Produktdesign dazu beitragen können, Ressourcen zu schonen und den gesamten Lebenszyklus eines Produktes nachhaltiger zu gestalten. Die GMH Gruppe präsentierte ihren Transformationspfad hin zur CO₂-Neutralität und verdeutlichte, wie Unternehmen strategisch und schrittweise ihre Klimaziele erreichen können.

Die Innovationskraft der Region wurde zudem in den Pitch-Beiträgen der Start-ups organicfans, Aerogel-it, Kubion und Pyx sichtbar. Die jungen Unternehmen präsentierten innovative Lösungen und nachhaltige Geschäftsmodelle und verdeutlichten damit das Potenzial neuer Technologien für die wirtschaftliche Transformation.

Neben den Chancen nachhaltigen Wirtschaftens wurden auch die politischen Rahmenbedingungen diskutiert. Goebel sprach sich für einen konsequenten Bürokratieabbau sowie für praxistaugliche und verlässliche Regelungen aus. „Nachhaltigkeit wird nicht durch zusätzliche Bürokratie vorangebracht, sondern durch Unternehmen, die innovative und praxistaugliche Lösungen entwickeln“, so der IHK-Präsident.

Quelle: Pressemitteilung IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim


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