Wie können Unternehmen Produkte entwickeln, die technisch überzeugen und gleichzeitig die Bedürfnisse ihrer Nutzerinnen und Nutzer treffen? Und wie lassen sich bereits bei der Produktentwicklung spätere Produktionsprozesse mitdenken? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Veranstaltung „Industrial Design als Erfolgsfaktor“ im Tuchmacher Museum Bramsche. Mehr als 25 Teilnehmende folgten der Einladung der WIGOS Wirtschaftsförderung Osnabrücker Land, der Wachstumsregion Hansalinie und des iuk Unternehmensnetzwerks Osnabrück.
Begrüßt wurden die Anwesenden von Dr. Felix Bücken von der WIGOS Wirtschaftsförderung Osnabrücker Land, Paul Bauer von der Wachstumsregion Hansalinie und Cynthia Steenken vom iuk Unternehmensnetzwerk Osnabrück.
Anschließend zeigte Prof. Thomas Hofmann vom USE-Institute – Institute for User Systems Engineering, dass erfolgreiches Industrial Design weit über die ästhetische Gestaltung eines Produktes hinausgeht. Im Mittelpunkt stehen neben der technischen Funktion insbesondere Nutzerbedürfnisse, Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit. Nutzerzentrierte Produktentwicklung beginne daher bereits bei der Analyse und begleite den gesamten Prozess über Konzeption, Prototyping und Nutzertests bis zur Markteinführung.
Dass Design nicht beim fertigen Produkt endet, verdeutlichte im zweiten Vortrag der Veranstaltung Dr. Thomas Schüler von Halocline. Mithilfe von Virtual und Extended Reality lassen sich Produktionslayouts, Arbeitsplätze und Montageprozesse bereits vor ihrer realen Umsetzung virtuell planen und erproben. Unterschiedliche Varianten können so frühzeitig bewertet, Platzbedarf oder Sicherheitsfragen überprüft und Beschäftigte in die Planung einbezogen werden.
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Wie nutzerzentriertes Design in der betrieblichen Praxis eingesetzt werden kann, zeigte Jörg Siekmann von der JSTec GmbH anhand verschiedener Projekte. Ein Beispiel war ein modulares Drohnen-Trainingssystem, bei dem komplexe technische Abläufe für die Anwender verständlich und intuitiv nutzbar gemacht werden.
Andrea Frosch von der WIGOS stellte ergänzend Fördermöglichkeiten für Innovationsprojekte vor. Dabei wurde deutlich: Entscheidend für eine Förderung sind insbesondere technischer Neuheitsgrad, Entwicklungsrisiko sowie der notwendige Entwicklungs- und Erprobungsaufwand. Vorgestellt wurden unter anderem Innovationsförderprogramme, Innovationsgutscheine, ZIM und die steuerliche Forschungszulage.
Beim anschließenden Networking nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die vorgestellten Ansätze zu vertiefen und sich mit den Referenten und untereinander auszutauschen.
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