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Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Gesundheit

GewiNet-Podiumsdiskussion zu Gesellschaftlichen Veränderungen der Arbeitskultur im Rahmen der digitalen Woche

Das Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft GewiNet lud gemeinsam mit der WIGOS und weiteren Partnern zu einer Podiumsdiskussion zu gesellschaftlichen Veränderungen der Arbeitskultur im Rahmen der Digitalen Woche. 

Wir kaufen immer mehr Dinge im Internet, arbeiten häufiger mobil und selbst die Sprechstunde beim Hausarzt kann inzwischen online stattfinden. Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung noch einmal beschleunigt. Aber wie bereit sind wir eigentlich wirklich für die digitale Transformation im Arbeitsalltag? Und welche Auswirkungen hat die Digitalisierung schon jetzt auf das Thema Gesundheit in Unternehmen? Diese und weitere Fragen stellte das GewiNet Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft e.V. im Rahmen der Digitalen Woche der Stadt Osnabrück mit der BARMER und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land WIGOS. Antworten lieferten unter anderem Landrätin Anna Kebschull, Prof. Dr. Mustapha Sayed, Head of Corporate Health bei der BARMER, der den Fachvortrag über Arbeitszeitmodelle und Lebensstile hielt, sowie Aline Götz, Objektberaterin bei der BPA Büroeinrichtungs GmbH und Prof. Dr. Marco Barenkamp, Gründer der LMIS AG. Die Veranstaltung fand als hybrides Angebot im Rathaus statt – wer nicht live dabei sein konnte, schaltete sich von zu Hause dazu. Fast die Hälfte der Teilnehmenden nutzte diese digitale Möglichkeit.


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„Die Digitalisierung hat jede und jeden von uns im Griff – auch in unserer Freizeit“, betonte Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann bei der Begrüßung im Ratssaal. „Sie stellt uns vor neue Herausforderungen, bietet aber auch viele Möglichkeiten“, so GewiNet-Geschäftsführerin Marion Bley. „Bei GewiNet beschäftigen wir uns intensiv damit, wie wir diese für die Gesundheitswirtschaft und das Netzwerk nutzen können.“ Ein Ergebnis ist das neue Themenfeld „Gesunde Arbeitswelt“, in das auch verschiedenste Aspekte des BGM einbezogen werden. Hier macht sich für GewiNet seit längerem eine Veränderungsnotwendigkeit bemerkbar. „Ich freue mich über neue Dialoge, die mit der Veranstaltung beginnen und die wir in unserem Gesundheitsnetzwerk gemeinsam mit den Partnern aus der Gesundheitswirtschaft und den Menschen in der Region Weser-Ems weiter entwickeln möchten.“ Wer als Unternehmer*in dabei sein möchte, dem legte sie das Netzwerktreffen „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ am Dienstag, 28. Juni, ans Herz, bei dem Unternehmen gerne zum Schnuppern eingeladen sind.

Die mit der Digitalisierung und Veränderung einhergehende Frage nach der Bereitschaft für einen Wandel der Arbeitskultur beantwortete Prof. Dr. Mustapha Sayed in seinem Fachvortrag. Er betonte, dass Digitalisierung Veränderungen der Arbeitswelt mit sich bringe und durch Corona einen enormen Schub erhalten habe. „In der Studie social health@work der BARMER und der Universität St. Gallen werden die Auswirkungen mobiler Arbeit auf die Gesundheit der Beschäftigten untersucht. Zentrale Erkenntnisse sind, dass die zunehmende Digitalisierung Arbeitszeit- und Arbeitsortflexibilität begünstigt und von Beschäftigten in Deutschland für das gesundheitliche Wohlbefinden eher positiv als negativ bewertet wird. Zugleich birgt sie jedoch auch gesundheitliche Risiken wie digitale Überlastung, eine verminderte Beziehungsqualität zur Führungskraft und Kollegen sowie Entgrenzung von Arbeits- und Privatleben.” Um Risiken zu senken und Chancen zu nutzen seien Interventionen auf Individual- und Betriebsebene im Umgang mit Digitalisierung, z.B. in Form von Spielregeln, sehr wichtig. Die Verzahnung von Online- und Offline-Angeboten zahlt dabei auf ein nachhaltiges BGM ein.

„Emotionen und die Psyche der Menschen und ganz besonders unserer Kinder und jungen Erwachsenen müssen mehr in den Fokus genommen werden. Trotz der voranschreitenden Digitalisierung müssen wir auf uns achten“, nahm Landrätin Anna Kebschull den Ball in der abschließenden Podiumsdiskussion auf: „Die zwischenmenschlichen Kontakte und Zuständigkeiten sind besonders in Zeiten der Digitalisierung sehr wichtig.“ Aline Götz spannte den Bogen von der gesellschaftlichen auf die Veränderung im Unternehmen: „Arbeitswelten müssen gestaltet werden. Wir schaffen weniger stationäre Arbeitsplätze und mehr soziale Inseln, um den Austausch und die Kommunikation untereinander zu fördern.“ Auf Nachfrage von Moderatorin Sandra Schürmann ergänzte Prof. Dr. Marco Barenkamp unter anderem den Aspekt der Zusammenarbeit: „Digital Leadership hat einen großen Stellenwert eingenommen. Hierfür müssen Konzepte entwickelt werden, wie ich mein Team fordere, aber auch fördere.“ Fazit der Veranstaltung: Digitalisierung verändert nicht nur die Gesellschaft, auch die Arbeitskultur befindet sich im Wandel und mit ihr der Einfluss auf psychische Belastungen, die Balance zwischen Arbeit und Freizeit sowie einen gesundheitsfördernden Führungsstil. Und genau diesen will GewiNet mit neuen Ideen und Konzepten für eine starke Gesundheitsregion aktiv gestalten.


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