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Landkreis Unternehmen NEXAT gewinnt Innovationspreis Niedersachsen 2022

Innovationspreis 2022 ehrt visionäre Leuchtturmprojekte aus Niedersachsen

Jährlich ehrt das Land Niedersachsen mit dem Innovationspreis visionäre Leuchtturmprojekte in den Kategorien Kooperation, Vision und Wirtschaft. In der Kategorie Kooperation konnte sich jetzt das u.a. von der WIGOS unterstützte Unternehmen NEXAT aus Rieste im Osnabrücker Land als Gewinner durchsetzen. Mit dem Start-Up AeroSys aus Osnabrück erreichte noch ein weiteres Unternehmen aus der Region die Runde der drei Finalisten.

Im Namen von Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann hat Staatssekretär Dr. Berend Lindner gemeinsam mit Wissenschaftsminister Björn Thümler zukunftsweisende Projekte aus Niedersachsen mit dem Innovationspreis 2022 ausgezeichnet. Bei der Verleihung in Hannover haben die Erstplatzierten in den Kategorien „Vision“, „Kooperation“ und „Wirtschaft“ jeweils 20.000 Euro Preisgeld für ihr Projekt erhalten „Niedersachsen ist Innovationsland: Das haben nicht nur die Siegerprojekte bewiesen, sondern auch alle anderen herausragenden Bewerbungen niedersächsischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen um den Innovationspreis. Dieses enorme Potenzial, visionäre Ideen und zukunftsweisende Technologien zu entwickeln, wollen wir mit unserer Auszeichnung gemeinsam ehren und fördern – für unsere Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft“, so das Fazit von Niedersachsens Staatssekretär Lindner.


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„Unsere niedersächsische Forschung ist hervorragend. Am wirkungsvollsten ist sie, wenn aus ihren Erkenntnissen konkrete neue Produkte oder Dienstleistungen werden, die unsere Wirtschaftskraft steigern oder zur Bewältigung großer Herausforderungen beitragen“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Deswegen arbeiten Wirtschaftsund Wissenschaftsministerium eng zusammen – wie hier beim Innovationspreis. Unser gemeinsames Ziel: Noch mehr kreative Ideen aus der Wissenschaft in die Umsetzung zu bringen!“

Das Unternehmen NEXAT aus Rieste im Osnabrücker Land entwickelt gemeinsam mit der Hochschule und Universität Osnabrück, der Universität Bremen, der WIGOS Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land und der MCON Dieter Meyer Consulting eine neue Generation der Agrartechnologie – den NEXAT, und gewinnt damit in der Kategorie „Kooperation“. Der NEXAT ist nicht nur eine revolutionäre, gleichnamige Landmaschine, sondern auch ein multifunktionales Ackerbausystem entwickelt, um modernste Ansätze hochproduktiver Landwirtschaft zu vereinen. Mit nur einer Landmaschine deckt das NEXAT-System einen ganzen Zyklus in der Landwirtschaft ab, von der Bodenbearbeitung bis zur Ernte. Damit steigert das System nicht nur die Effizienz, sondern verbessert auch die ökologische Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Produktion. Bereits seit 2016 unterstützen die Kooperationspartner erfolgreich das Projekt, sodass seit 2018 eine Dauertestung läuft und im Jahr 2022 weltweit sechs NEXAT im Einsatz sein werden. Damit ist die NEXAT-Entwicklung ein mustergültiges Beispiel für die Zusammenarbeit im Innovationsnetzwerk Niedersachsen. Beachtenswert ist auch, dass mit dem STart-Up AeroSys und ihrem virtuellem Co-Piloten Goose auch noch ein zweites Unternehmen aus dem Osnabrücker Land zu den drei Finalisten in dieser Wettbewerbskategorie gehörte.

In der Kategorie „Vision“ gewinnt das Unternehmen Aeon Robotics aus Braunschweig mit dem Projekt „HandEffector“ – einer Roboterhand zum intuitiven Anlernen von Industrierobotern. Bislang mussten Roboter in Pick- und Place-Anwendungen für jede Aufgabe manuell programmiert werden. Für Unternehmen mit stetig wechselnden und empfindlichen Produkten waren daher logistische Aufgaben mit herkömmlichen Robotersystemen nur bedingt lösbar. Mit dem „HandEffector“ gehört dieses Problem nun der Vergangenheit an – die KI-gestützte Roboterhand speichert dank integrierter Greif- und Gelenkkraftmessung vorgeführte Greifaufgaben ab, kann ohne Programmierkenntnisse bedient werden und ist zudem kostengünstig.

In der Kategorie „Wirtschaft“ überzeugt das Unternehmen IngB RT&S aus ClausthalZellerfeld mit seiner beleuchtungsunabhängigen Konturerkennung. Robotergestützte Produktionslinien sind standardmäßig mit strengen Schutzvorrichtungen umgeben, um eine sichere Mensch-Maschine-Interaktion zu gewährleisten. Diese Schutzvorrichtungen sind jedoch teuer, aufwendig und für viele kleine und mittelständische Unternehmen mit einem hohen strukturellen Aufwand verbunden. IngB RT&S hat daher eine Aufrüstung für Kameras entwickelt, mit der eine beleuchtungsunabhängige und berührungsfreie Konturerkennung im Aktionsraum gelingt. Dank dieser bionisch-basierten Technologie sind aufwendige Schutzvorrichtungen zukünftig obsolet, da nun eine Standardkamera eine sichere 3D-Überwachung der Roboter gewährleistet. Lindner: „Wenn Wirtschaft und Wissenschaft eng miteinander arbeiten, entstehen bahnbrechende Innovationen wie diese Siegerprojekte: Sie machen Niedersachsen nicht nur als Wirtschaftsstandort zukunftsfest, sondern sind auch eine wichtige Voraussetzung für Wachstum und Wohlstand in unserem Land.

Quelle: Ergänzte Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung


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