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Mit Partnerunternehmen aus dem Osnabrücker Land auf dem „grünen Weg“

Das Ostercappelner Metallbauunternehmen Göckemeyer setzte bei der Batteriespeichertechnik seiner PV-Anlage auf den Batteriesystemspezialisten Commeo aus Wallenhorst

Das Ostercappelner Metallbauunternehmen Göckemeyer setzte bei der Batteriespeichertechnik seiner PV-Anlage auf den Batteriesystemspezialisten Commeo aus Wallenhorst.

Die Energiekosten steigen stetig weiter. Für Unternehmen sind Strom und Gas zu einem großen Kostenfaktor geworden. Nicht nur vor diesem Hintergrund suchen immer mehr Betriebe nach ressourcenschonenden und klimafreundlichen Lösungen. Ein Unternehmen, das bereits vor Jahren einen „grünen Weg“ einschlug und seinen Strom seither durch eine Photovoltaikanlage selbst erzeugt, ist das Metallbauunternehmen Göckemeyer aus Ostercappeln. Zu der Bestandsanlage hat Inhaber und Geschäftsführer Martin Göckemeyer eine weitere PV-Anlage auf seinem Hallendach installieren lassen – und setzt bei dem Batteriespeichersystem auf das Know-how aus der Region: Die Lithium-Ionen-Batteriespeicher lieferte die Commeo GmbH aus Wallenhorst. Durch die neue Anlage mit dem intelligenten Energiespeichersystem kann die Göckemeyer Metallbau GmbH nicht nur jährlich bis zu 25 Tonnen CO2 einsparen, sondern auch ihren Eigenverbrauch optimieren und im Bedarfsfall eine Notstromversorgung sicherstellen. Den Container für die Batteriespeicher hat der Metallbauer selbst entwickelt und gefertigt.


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Vor Ort machte sich Thomas Serries von der WIGOS Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land ein Bild von der Innovation aus dem Osnabrücker Land. Der Leiter des UnternehmensServices lobte dabei insbesondere die enge Zusammenarbeit der Unternehmen: „Das Besondere ist, dass hier Unternehmen aus der Region so eng zusammenarbeiten und ihr individuelles Knowhow in den Prozess einbringen. Das richtige Partnerunternehmen ist oft nur ein paar Kilometer entfernt. Uns ist es wichtig, den Austausch der Unternehmen aus dem Osnabrücker Land zu fördern. Zusammenarbeiten wie diese schaffen eine echte Win-Win-Situation.“ Thomas Serries verwies bei seinem Besuch auch auf die verschiedenen Fördermöglichkeiten von Innovationen und nachhaltigen Investitionen. „Wir beraten Unternehmen kostenlos zu Klimaneutralität, Energie- und Materialeffizienz. Mit den Transformationsberatungen bieten wir einen ersten Einstieg in das aktuelle Thema und geben auch konkrete Handlungsempfehlungen.“

Für Martin Göckemeyer war schon früh klar, wie wichtig das Thema Energieeffizienz für seinen Betrieb mit 40 Beschäftigten ist: „Wenn wir selbst nichts machen, geht es auch nicht weiter. Wir sind ein Land voller Ingenieure, deren technologisches Know-how wir uns zunutze machen sollten. Uns ist es wichtig, mit der Entwicklung Schritt zu halten“, sagte Martin Göckemeyer. Schon 2008 hatte er seine erste 100 kWp starke Photovoltaikanlage als Eigenverbrauchsanlage in Betrieb genommen. Mit dem Neubau der Halle im Jahr 2017 und der Anschaffung einer neuen Laseranlage ging Martin Göckemeyer den grünen Weg konsequent weiter. „Die Investition in die neue Laseranlage war für uns ein Quantensprung. Vor ihrer Inbetriebnahme lag unser Verbrauch bei 360.000 Kilowattstunden. Heute benötigen wir 180.000 Kilowattstunden. „2019 habe ich dann neu überlegt, wie wir mehr Autarkie erreichen können und mich über Speichermöglichkeiten informiert.“

Dass die Wahl auf die Lithium-Ionen-Batterien von Commeo fiel, lag nahe. Schließlich arbeiteten die beiden Unternehmen bereits in anderen Projekten zusammen. Die Leistung der Neuanlage beträgt 100 Kilowattpeak (kWp). Ermöglicht wird sie durch 250 kW hybrid USV von Riello Power Systems. Die Kapazität der von Commeo entwickelten und produzierten Batteriespeicher beträgt 120,1 Kilowattstunden. Die Vorteile des Batteriespeichers machen sich in dem Zwei-Schicht-Betrieb von Göckemeyer positiv bemerkbar: „Für die Spätschicht habe ich dann immer noch Strom im Speicher“, freute sich Martin Göckemeyer.

In puncto Eigenverbrauchsoptimierung ließ sich Göckemeyer von den Expertinnen und Experten bei Commeo beraten. „Unsere Lösungen sind maßgeschneidert und richten sich ganz nach den Kundenanforderungen“, unterstrich Sander Vincent, Project Manager bei Commeo. Über Commeo kam der Kontakt zu Riello Power Systems zustande, die letztendlich die USV Umrichtereinheit und die intelligente Anlagensteuerung lieferte. Das System sollte neben einer Eigenverbrauchsoptimierung auch eine Notstromversorgung, unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) sicherstellen. Durch eine USV wird auch im Ernstfall ein reibungsloser Produktionsablauf gewährleistet und die Produktionsanlage vor Schaden bewahrt. So können die Maschinen dank USV für eine bestimmte Zeit kontrolliert heruntergefahren werden. Eine weitere Besonderheit des Systems ist die Lastspitzenkappung, Peak Shaving: Leistungsspitzen erhöhen die Energiekosten. Das intelligente Batteriesystem lädt hingegen dann auf, wenn günstige Energie zur Verfügung steht.
Für die Unterbringung des Batteriesystems hat Martin Göckemeyer hingegen selbst eine Lösung entwickelt: Den kompakten 3 x 4 Meter großen Container baute das Metallbauunternehmen in Eigenregie. Der Container ist genau auf die Anforderungen der Anlage abgestimmt. So ist er beidseitig bestückbar und mit einem Doppelboden ausgestattet, unter dem die Kabel verschwinden können. „Der Prototyp steht bei uns auf dem Hof. Mein Ziel ist es, weitere dieser speziellen Container für andere Kunden zu bauen“, sagte Martin Göckemeyer. Offen für Innovationen ist der Geschäftsführer auch im Hinblick auf den Einsatz neuer Energien wie zum Beispiel Wasserstoff. Den „grünen Weg“ will der Unternehmer konsequent weitergehen: „Wir müssen an den Entwicklungen dranbleiben. Wer weiß schon, was in zehn Jahren ist?“

Bildunterschrift:

Martin Göckemeyer, Göckemeyer Metallbau (v.li.), Volker Andreas Liebenhagen, Riello Power Systems, Sander Vincent, Commeo GmbH, und Thomas Serries, WIGOS-UnternehmensService, freuen sich über den Erfolg der regionalen Zusammenarbeit.

Foto: Sandra Joachim-Meyer


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