Mit einem wichtigen Schritt für die berufliche Qualifizierung junger Menschen hat das Projekt „Held:innen der Energiewende“ einen zentralen Meilenstein erreicht. Vertreter des Berufsschulzentrums am Westerberg in Osnabrück besuchten in der vergangenen Woche die Werkstätten der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim im Stadtteil Schinkel. Als bedeutendes Kompetenzzentrum für Handwerks-, Gestaltungs- und Dienstleistungsberufe in der Region ist das BSZ Westerberg ein zentraler Kooperationspartner bei der Entwicklung des neuen BerufePass. Vor Ort wurden die geplanten Inhalte gemeinsam abgestimmt und weiterentwickelt.
Im Rahmen des Projekts entsteht eine gewerkeübergreifende, niedrigschwellige Grundqualifikation für Handwerksberufe. Der praxisnahe Ansatz richtet sich gezielt an junge Menschen mit Bildungs- und Sprachdefiziten oder besonderem Förderbedarf und soll ihnen den Einstieg in die Berufswelt erleichtern. Der Schwerpunkt liegt auf handwerklichen Berufen, insbesondere in Bereichen, die für Energiewende und Klimaschutz von zentraler Bedeutung sind. Damit verbindet der BerufePass individuelle Perspektiven mit einem Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.
Viele Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten oder sprachlichen Defiziten stehen beim Übergang von der Schule in den Beruf vor strukturellen Hürden. Häufig fehlen grundlegende Kenntnisse in Arbeitssicherheit, betrieblicher Organisation oder im Verständnis einfacher Arbeitsaufträge. Der BerufePass setzt genau an dieser Schnittstelle an. Er bietet eine strukturierte und praxisnahe Grundqualifizierung, die grundlegende praktische Fertigkeiten vermittelt, Selbstvertrauen stärkt und auf typische Arbeitssituationen vorbereitet. Gleichzeitig werden erste Erfahrungen in Arbeitssicherheit gesammelt, um Fehlverhalten und damit verbundene Unfallrisiken zu reduzieren.
Darüber hinaus erleichtert die Qualifizierung die Integration in betriebliche Abläufe und entlastet Unternehmen, da notwendige Grundlagen bereits vermittelt wurden. Die Teilnehmenden gewinnen Orientierung, erkennen eigene Stärken und erhöhen ihre Chancen auf Praktika, Beschäftigung oder eine duale Ausbildung. Langfristig soll so der Übergang in den Beruf stabilisiert, die Zahl der Praktikumsabbrüche verringert und die Attraktivität der jungen Menschen für regionale Betriebe gesteigert werden.
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Während des Besuchs im Schinkel standen insbesondere die Prüfungsinhalte im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Lehrkräften und Verantwortlichen des BSZ Westerberg wurden die vorgesehenen Kompetenzen detailliert durchgesprochen. Geprüft werden sprachliche Grundkompetenzen wie das Lesen, Verstehen und strukturierte Umsetzen von Arbeitsaufträgen ebenso wie personale Fähigkeiten etwa Sorgfalt, Ordnungssinn, Verantwortungsbewusstsein und Aufmerksamkeit für Arbeitssicherheit. Hinzu kommen praktische Anforderungen wie das Beurteilen und Vorbereiten des Arbeitsplatzes, das sachgerechte Auswählen und Nutzen persönlicher Schutzausrüstung, Werkzeugen und Materialien sowie mathematische Grundkompetenzen wie Messen, das Bestimmen von Abständen und einfache Berechnungen im Arbeitskontext. Auch die schriftliche Dokumentation von Arbeitsergebnissen gehört dazu. Alle Prüfungen folgen klaren Prinzipien von Fairness, Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Chancengleichheit.
Das abschließende Zertifikat schafft Transparenz für Betriebe und bietet eine verlässliche Orientierung über die praktischen und theoretischen Kompetenzen der Teilnehmenden. Damit unterstützt der BerufePass Bewerbungsprozesse ebenso wie den Übergang in Praktika, Beschäftigung oder Ausbildung.
Ein nächster wichtiger Schritt ist bereits terminiert: Ende April soll der erste Prüfungsdurchgang stattfinden. Mit diesem Termin rückt die praktische Umsetzung des BerufePass in greifbare Nähe und mit ihr das Ziel, jungen Menschen neue Chancen und klare berufliche Perspektiven zu eröffnen.
Textquelle: Held:innen der Energiewende
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