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KI ist keine Zukunftsmusik - Landvolk Osnabrück informiert

KI ist keine Zukunftsmusik - Landvolk Osnabrück informiert
Foto: © Schwanhold / Landvolk Osnabrück

Bereits seit vielen Jahren unterstützt uns Künstliche Intelligenz schon in unserem privaten wie betrieblichen Alltag – ohne, dass es uns wirklich bewusst ist. In vielen Systemen, die Landwirtinnen und Landwirte jeden Tag nutzen, ist bereits KI verbaut.

Doch komme ich bei den rasanten Entwicklungen der heutigen Zeit überhaupt noch mit? Diese Frage warf Dirk Westrup, Vorsitzender des Landvolks Osnabrück, in seiner Begrüßung zum Zukunftstag Landwirtschaft auf. Die Veranstaltung des Kreisbauernverbandes, die im Forum der Landtechnikfirma Kotte stattfand, solle die Angst vor der KI nehmen. „Wir wollen uns auf das konzentrieren, was uns persönlich und unseren Betrieb weiterbringt“, sagte Westrup.


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Was KI überhaupt ist, wo sie sich unterscheidet und in welchen Bereichen sie in der Landwirtschaft Anwendung findet, zeigte Prof. Dr. Korte von der Hochschule Osnabrück im ersten Vortrag auf. Die Landwirtschaft sieht sich vielen Herausforderungen gegenüber: ob Klimakrise, Bevölkerungswachstum oder öffentlicher Kritik. Es gilt zunehmend, mit weniger Mitteln mehr Output zu erreichen. Und hier könne die Künstliche Intelligenz unterstützen. Oft fehle noch das substanzielle Wissen zur Funktion von KI, ebenso wie eine ausreichende Infrastruktur und die politischen Rahmenbedingungen, dennoch meint der Professor für Landtechnik: „KI im Agrarsektor? Ja sicher!“


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Eine konkrete Anwendung stellte Johannes Schmidt-Mosig, Geschäftsführer von VetVise, vor. Sein Startup befasst sich mit der Verbesserung des Stallmanagements durch die Nutzung von Kameras und Daten. Der Veterinär präsentierte das Kamerasystem, das Tiere wie Schweine und Geflügel einzeln erkennt und ihre Verteilung und Bewegung im Stall aufzeichnet. Über die Kameras können Betriebsleiter und Mitarbeitende direkt in den Stall blicken, auch aus der Ferne, und entscheiden, wo Auffälligkeiten liegen. Diese Bereiche und Tiere können dann bei der Vor-Ort-Kontrolle im Stall gezielt angesteuert werden. Außerdem kontrollieren die Kameras die Stallbeleuchtung, Fressverhalten und Temperatur und melden Abweichungen. Die KI kann hier entlasten und die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte gleichzeitig effizienter machen. Wichtig für die Zukunft der Landwirtschaft sei, dass KI und Mensch gut zusammenarbeiten.

Beim dritten Vortrag rückte Dennis Welleweerd von der Farmers Factory das Agrarbüro und die Verknüpfung der zahllosen Betriebsdaten durch KI in den Fokus. Er zeigte eindrucksvoll auf, wie wichtig es sei, sich mit KI auseinanderzusetzen. Weiterbildung in diesem Bereich solle selbstverständlich sein. Anhand eigener Betriebsdaten machte er deutlich, wie sehr KI die Büroarbeit und Datenverwaltung vereinfachen kann. „Fangt an, setzt es um, am besten gleich morgen!“, appellierte er an das Publikum.

Neben den drei Referenten ergänzten Stefan Teepker als Praktiker und Nikolas Neddermann vom Mittelstand-Digital-Zentrum Lingen.Münster.Osnabrück (MDZ) das Podium zum Abschluss der Veranstaltung. Landvolk-Geschäftsführer Friedrich Brinkmann moderierte. Teepker berichtete von seinen Erfahrungen im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb, unter anderem mit dem System von VetVise. Er betonte die Relevanz einer geeigneten Infrastruktur, die garantiert, dass alle Anwendungen aus jeder Ecke des Betriebs genutzt werden können. Seinen Betrieb wie seine Mitarbeitenden habe das frühe Einlassen auf KI und digitale Systeme entlastet und weitergebracht. Seinen Berufskollegen rät er, schnell den Anschluss zu suchen und zu finden.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Nutzung seien technisch affine Personen oder Dienstleister, die sich mit der Nutzung der Systeme auseinandersetzen. Hierfür müsse auch die landwirtschaftliche Ausbildung eine Grundlage bieten. Prof. Korte kritisierte, dass aus den Berufsschulen oft wenig Wissen über bspw. Precision Farming mitgebracht würde. Er fordert, diese Themen vermehrt ins Curriculum aufzunehmen. Außerdem sollten zusätzliche Synergien zwischen Berufs- und Fachschulen und Hochschulen bzw. Universitäten geschaffen werden.

Unterstützung bietet das MDZ, das landwirtschaftliche Betriebe besucht und beleuchtet und mögliche Stellschrauben aufdeckt, über die mit digitalen Werkzeugen mehr Effizienz zu erreichen ist. Auch der Bauernverband habe das Thema auf dem Schirm, so Brinkmann. Er schloss mit dem Appell: Betriebe müssten sich zielgerichtet aufstellen und „einfach loslegen“, denn jeder habe bereits den alltäglichen Bezug zu KI. Sie ist keine Zukunftsmusik mehr.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es bei Gyros- und Kartoffelsuppe die Möglichkeit zum Netzwerken mit allen Veranstaltungspartnern und Referenten.

Das Landvolk Osnabrück bedankt sich bei den Referenten, seinen Partnern – dem MDZ, der Firma Kotte, dem Seedhouse sowie dem Agrotech Valley Forum – und allen Besuchenden für diesen inspirierenden Tag.

Quelle: Pressemitteilung Landvolk Osnabrück


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