Die Süd-Eis GmbH & Co. KG setzt ihren Wachstumskurs konsequent fort und investiert rund 10 Millionen Euro in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten. Im Zuge dessen wird die ehemalige Teutoburger Wurstfabrik in Bad Iburg umfassend modernisiert und zu einem hochmodernen Eisproduktionsstandort umgebaut. Unterstützt von der WIGOS wird das Projekt auch mit GRW-Fördermitteln vom Bund und dem Land Niedersachsen begleitet.
Mit dieser strategischen Investition stärkt das familiengeführte Unternehmen nicht nur seine Wettbewerbsfähigkeit, sondern setzt zugleich ein klares Zeichen für nachhaltige Industrieentwicklung und die langfristige Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Frank Urbahn, geschäftsführender Gesellschafter: „Als Familienunternehmen denken wir in Generationen. Die Bündelung unserer Produktionskapazitäten in Bad Iburg ist ein entscheidender Schritt, um Effizienz, Nachhaltigkeit und Innovationskraft dauerhaft zu steigern.“
Am Standort Bad Iburg entsteht in den kommenden Monaten eine leistungsfähige und technologisch fortschrittliche Produktionsstätte mit rund 11.000 Quadratmetern Produktions- und Lagerflächen. Bestandteil des Projekts ist zudem der Bau eines modernen Tiefkühlhauses, das optimale Lagerbedingungen und eine effiziente Logistik gewährleistet. Durch die Bündelung der Produktionskapazitäten und den Wegfall von Transporten zwischen bisherigen Standorten können jährlich rund 150 Tonnen CO₂ eingespart werden. Werner Durigon, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter: „Mit der Investition in Bad Iburg schaffen wir die Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum. Gleichzeitig geben wir einem traditionsreichen Industriestandort eine neue Perspektive und stärken die Region als bedeutenden Lebensmittelstandort.“
Ein besonderer Fokus liegt auf einer nachhaltigen Energieversorgung: Auf den Dachflächen wird eine Photovoltaikanlage installiert, die künftig knapp 30 Prozent des Energiebedarfs deckt. Insgesamt wird ein Ökostromanteil von etwa 80 Prozent erreicht. Ergänzt wird dies durch den Einsatz energieeffizienter Kühl- und Produktionssysteme sowie moderner Wärmerückgewinnungs- und Wärmepumpentechnologien, die den Ressourcenverbrauch signifikant reduzieren.
Mit der Investition in Bad Iburg trägt Süd-Eis aktiv zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei. Insgesamt sollen mittelfristig rund 100 Arbeitsplätze am neuen Standort entstehen. Bis Ende 2027 ist vorgesehen, etwa 40 Arbeitsplätze aus bestehenden Standorten nach Bad Iburg zu verlagern. Die Konzentration auf einen zentralen, modernen Standort ermöglicht effizientere Prozesse, eine leistungsfähigere Infrastruktur und eine deutlich nachhaltigere Produktion – und stärkt damit die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Süd-Eis bedankt sich bei der WIGOS Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land und der Vereinigten Volksbank Osnabrück für die konstruktive und engagierte Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung des neuen Standorts in Bad Iburg.
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Das Unternehmen Süd-Eis ist auf die Herstellung von Speiseeis mit klarem Fokus auf den B2B-Bereich (Außer-Haus-Markt) spezialisiert. Es beliefert einen breit gefächerten Kundenstamm von Geschäftskunden. Dazu zählen klassische Eiscafés sowie vor allem Großhändler, die das Speiseeis an unterschiedlichste Gastronomiebetriebe weitervertreiben – darunter Restaurants, Hotels und Caterer ebenso wie Kreuzfahrtschiffe und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, etwa Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten, Mensen und die Bundeswehr. Annährend 30% der Produktion werden in internationale Märkte exportiert.
Im aktuellen Ranking „Wachstumsstärkste Mittelständler Deutschlands 2026“, erstellt vom SZ Institut der Süddeutschen Zeitung in Kooperation mit Creditreform, hat sich Süd-Eis zusammen mit drei weiteren Osnabrücker Unternehmen platziert. Die Auswertung basiert auf einem mehrstufigen Analyseverfahren, bei dem mittelständische Unternehmen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung und ihres nachhaltigen Wachstums bewertet werden.
Süd-Eis blickt auf eine über 50jährige Geschichte zurück: Im Jahr 1974 legten die Brüder Gianfranco und Graziano Piccoli in Ostwestfalen den Grundstein für das heutige Unternehmen. Mit handwerklichem Anspruch, Unternehmergeist und viel persönlichem Einsatz starten sie die Produktion von „Piccoli Eis“. Was damals klein begann, war getragen von einer klaren Vision: qualitativ hochwertiges Eis herzustellen und Kunden zu begeistern. Über die Jahre wuchs das Unternehmen Schritt für Schritt. 1995 folgt ein wichtiger Meilenstein: Gemeinsam mit dem Osnabrücker Eishersteller Roncadin gründen die Brüder ein Gemeinschaftsunternehmen – ein Zusammenschluss, der neue Perspektiven eröffnet und die Entwicklung beschleunigt.
2006 gingen die Partner wieder getrennte Wege, nachdem Roncadin Teil des internationalen Konzerns R&R Ice Cream wurde. Für Süd-Eis war dies der Moment, den eigenen Weg als unabhängiges, familiengeführtes Unternehmen konsequent weiterzugehen. Mit der Investition in den neuen Standort in Bad Iburg führen die geschäftsführenden Gesellschafter Frank Urbahn und Werner Durigon die gewachsene Tradition des Familienunternehmens konsequent fort und entwickeln Süd-Eis mit dem Anspruch weiter, Herkunft, Werte und Innovationskraft dauerhaft miteinander zu verbinden. Gianfranco Piccoli ging im Jahr 2024 im Alter von 74 Jahren in den Ruhestand und übergab damit die unternehmerische Verantwortung in neue Hände.
Mit dem neuen Werk setzt Süd-Eis einen wichtigen Meilenstein für die kommenden Jahre. Die Verbindung aus gezielten Investitionen, technologischer Innovation und konsequenter Nachhaltigkeitsstrategie unterstreicht den Anspruch des Unternehmens, die Zukunft der Speiseeisproduktion aktiv mitzugestalten.
Bildunterschrift:
Revitalisierung der ehemaligen Teutoburger Wurstfabrik: Auf die neue moderne Eisfabrik in Bad Iburg freuen sich (v.l.n.r.) Daniel Große-Albers, Bernd Beckmann, Frank Urbahn, Werner Durigon, Johannes Rieke und Andrea Frosch
Foto: Eileen Urbahn - Textquelle: Pressemitteilung Süd-Eis
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