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Pferdehalter auf dem schweren Weg des Abschieds begleiten

Pferdehalter auf dem schweren Weg des Abschieds begleiten

Im Eingangsbereich des rustikal-modernen Neubaus vermitteln Strohballen natürliches Stallambiente, Bilder an der Wand zeigen schöne Momente des Pferdelebens. Dass Pferde an diesem Ort in Badbergen ihren letzten Weg antreten, ist erst auf dem zweiten Blick sichtbar: „Besitzer können ihr verstorbenes Pferd bis zur letzten Sekunde vor dem Einäschern begleiten“, erläuterte Arndt Nietfeld, Geschäftsführender Gesellschafter der Rosengarten GmbH, beim Besuch der Landrätin Anna Kebschull und des Geschäftsführers der WIGOS Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land, Siegfried Averhage. 2021 nahm das international agierende Unternehmen für Tierbestattungen ein Pferdekrematorium am Standort in Badbergen in Betrieb. Bisher hatte sich das Familienunternehmen auf die Kremierung von Kleintieren konzentriert. „Die Entwicklung des Unternehmens Rosengarten ist wirklich beachtlich und im Landkreis Osnabrück in dieser Form einmalig“, zeigte sich die Landrätin vor Ort beeindruckt.

Das Wachstum vom kleinen regionalen Familienbetrieb bis zum heute international agierenden Unternehmen sei rasant gewesen, wie Arndt Nietfeld und Geschäftsführer Oliver Rölker erklärten: 2002 eröffnete Rosengarten sein erstes Kleintierkrematorium am Stammhaus in Badbergen. Heute ist Rosengarten an 45 Standorten, Filialen aktiv und betreibt allein sieben Krematorien. Zudem ist das Unternehmen großer Händler von Tierurnen. „Als Familienunternehmen konkurrieren wir mit regionalen Anbietern, aber auch mit namhaften Konzernen, die in die Branche investiert haben. Die Standorte und Anlagen bauen wir nicht immer selber auf, sondern kauften in den vergangenen Jahren auch viele bestehende Betriebe auf. Neben Deutschland sind auch andere Länder interessant für uns. In der Schweiz haben wir eine tolle Kooperation und eröffnen noch in diesem Jahr ein erstes Rosengarten Tierkrematorium. Und auch in Polen konnte im letzten Jahr ein erster Standort gegründet werden“, so Arndt Nietfeld, der als Sohn des Gründers Wolfgang Nietfeld 2012 ins Unternehmen einstieg. Im Zuge der Expansion stieg auch die Zahl der Mitarbeitenden. Zählte der Familienbetrieb in den Anfangsjahren nur drei Mitarbeitende, sind heute über 400 Menschen in dem Tierbestattungsunternehmen beschäftigt.


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Die WIGOS habe das Unternehmen immer sehr unterstützt, unter anderem durch Impulsberatungen zur Digitalisierung und Energieeffizienz und der Entwicklung des virtuellen Gedenkportals „Rosengarten-Sterne“. Auch in puncto Nachhaltigkeit engagiert sich Rosengarten, wie Oliver Rölker berichtete. 2020 sei die „Grüne Pfote“ eingeführt worden. Alle selbst gebauten Krematorien sind mit moderner Filtertechnik ausgestattet und nahezu emissionsfrei. Am Stammhaus, in den Krematorien und vielen Filialen werde Strom aus regenerativen Energien genutzt. Zudem werde die Abwärme in das Fernwärmenetz der Firma Energiewende Badbergen eingespeist.

Mit dem Pferdekrematorium betrat Rosengarten jedoch Neuland, wie Firmengründer Wolfgang Nietfeld berichtete: „Wir sind noch in der Anfangsphase und bauen den Markt erst auf. Dass dazu viel Ausdauer gehört, wissen wir noch aus den ersten Jahren unseres Kleintierkrematoriums. Die ersten fünf Jahre waren schwer.“ Lange habe es gedauert, bis sich das Angebot der Kremierung von Katzen oder Hunden am Markt etablierte. Der Name „Rosengarten“ sei nicht zufällig gewählt. Die Rose stehe für Treue, Liebe und Verbundenheit zum eigenen Haustier, betonte der Landwirt und Geschäftsführende Gesellschafter. „Wir haben uns frühzeitig in der Familie mit Tierbestattungen beschäftigt und wollten unsere Haustiere würdevoll verabschieden. Es war für uns ein wichtiges Ritual, die verstorbene Katze oder das Kaninchen im Garten zu beerdigen.“

Sein erster Gedanke sei gewesen, auf seinen eigenen Flächen Gräber für die Haustiere anderer anzulegen. Diese Idee habe er aber schnell verworfen. „Wer aus Deutschland kommt ins Artland, um das Grab seines Haustieres zu besuchen? Bei diesen Überlegungen bin ich auf das Tierkrematorium gestoßen und habe mich 1999 für den Bau entschieden.“ 2002 wurde die Anlage errichtet und zeitgleich der Rosengarten angelegt. „Die positive Entwicklung bestätigt, dass wir alles richtig gemacht haben“, so Wolfgang Nietfeld. „Der Heimtiermarkt insgesamt boomt und unsere Kunden gehen durch alle sozialen Schichten.“

Wichtig sind dem Unternehmen, das als erstes Tierkrematorium Deutschlands nach ISO 9001 zertifiziert ist, hohe Qualitätsstandards: „Pietät, Effizienz, Nachhaltigkeit und Transparenz“, bringt es Arndt Nietfeld auf den Punkt. Das fange schon beim Abholen des Tieres an. Für den Transport eines verstorbenen Pferdes vom Stall bis nach Badbergen steht nach Bedarf ein spezielles gekühltes Gespann bereit. Eingeäschert werden können Pferde bis zu einem Gewicht von 1200 Kilogramm. Das Pferd kann gemeinschaftlich oder einzeln kremiert werden, sodass der Pferdehalter oder die Pferdebesitzerin individuell darüber entscheiden kann, was mit der Asche anschließend passiert. So kann sie in einer speziellen Pferdeurne aufbewahrt oder im Streubeet verstreut werden. Auf Wunsch wird ein Teil der Asche in Kunstharz eingearbeitet und zu einem Schmuckstück gefertigt. „Zu unserem Pferdekrematorium kommen in erster Linie Hobbyreiter, die ihr Pferd würdevoll bestatten möchten“, erklärte Wolfgang Nietfeld. „Diesen Tierhaltern möchten wir in ihrer Trauer emotional helfen. Wir führen Mensch und Tier auf dem schweren Weg durch die verschiedenen Phasen des Abschieds bis zur Urnenübergabe.“

Bildunterschrift:

Oliver Rölker und Arndt Nietfeld, Geschäftsführer Rosengarten GmbH, (v. li n. re.) führten Landrätin Anna Kebschull, WIGOS-Geschäftsführer Siegfried Averhage, Michael Bürgel, Samtgemeindebürgermeister Artland, im Beisein von Wolfgang Nietfeld, Gründer Rosengarten, und Ortsbürgermeister von Badbergen, Werner Meier, durch das neue Pferdekrematorium.


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Eckhard Wiebrock

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